Partizipation

Mitverantwortung und Mitbestimmung sind sowohl Zielsetzungen der Kinder- und Jugendarbeit als auch grundlegende methodische Prinzipien. Man kann sowohl unterschiedliche Partizipationsausprägungen, wie sporadische Mitwirkung, tatsächliche Mitwirkung oder Selbstbestimmung, als auch verschiedene Partizipationsmodelle – parlamentarische Formen, wie Kinder- und Jugendparlament, offene Formen wie z.B. Foren und projektorientierte Beteiligungsformen – voneinander unterscheiden. Kinder und Jugendliche werden als Mitwirkende im Sinne von Ko-Konstrukteuren ihrer Bildungsprozesse verstanden. Durch die Schaffung von Freiräumen, Verantwortungsübergabe, Transparenz der Entscheidungen und regelmäßige Befragungen nach Wünschen und Vorschlägen entsteht eine alltägliche Form von Beteiligung, welche den einzelnen Kindern und Jugendlichen die aktive Auseinandersetzung mit sich selbst, mit ihren Interessen und Wünschen, mit ihrer Umwelt und damit erst einen aktiven Bildungsprozess ermöglicht.

Vgl.: Leitlinien zur non-formalen Bildung im Kindes- und Jugendalter. 2013, S. 13.