En détail

Elternarbeit ist komplexer und auch schwieriger geworden. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Sie reichen vom Wandel in den Rollenbildern, Patchworkkonstellationen, Migrationshintergründen bis hin zu Veränderungen in den familiären Lebensformen und zunehmend gravierenderen Störungsbildern.
Mit der größeren Komplexität sind auch die Anforderungen an die Professionalität von Elternarbeit gestiegen. Sie erfordert ein hohes Maß an Planung, Übersicht und fachlichem Know-How.
Das Seminar will hierfür notwendige Kernkompetenzen vermitteln.
Es sollen die im jeweiligen Familiensystem wirksamen Dynamiken und Entwicklungsbesonderheiten verstehbar gemacht und ein Grundverständnis typischer Störungsformen und Symptombildungen vermittelt werden.
Ziel ist es, hieraus eine Einschätzung der Möglichkeiten und Grenzen in der Betreuung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen abzuleiten und die Kontaktgestaltung zu deren Eltern möglichst kooperativ und hilfreich einzurichten.

Ziele und zu erwerbende Kompetenzen
Rahmenbedingungen familiärer Funktionstüchtigkeit
Bindungsbeziehungen und Identitätsbeziehungen in Familien erkennen und einschätzen
die Entstehung problemorientierter und krisenhafter Entwicklungsverläufe in Familien verstehen
das Vier-Achsen-Modell der Störungsentwicklung als „Kompass »
Leitplanke des Elternkontaktes – das S-E-T-K-Planverfahren
den Kooperationsstatus klären – Blockaden vermeiden
den Bezug zum fachlichen Auftrag herstellen
familiäre Ressourcen identifizieren und beschreiben
Lösungshandeln anregen und unterstützen
Grenzen des Leistbaren beachten – die „persönlichen 100 % » der Eltern