En détail

Mehrsprachigkeit stellt in Luxemburg keine Ausnahme dar, sondern ist der Normalfall. Neben den drei Amtssprachen, die auch im Bildungssystem präsent sind, prägen diverse weitere Sprachen den Alltag der Menschen im Großherzogtum. Sprachliche Kompetenz besteht vor allem in der Fähigkeit, den Alltag mehrsprachig zu bewältigen, d.h. zum Beispiel sich an die Präferenzen des jeweiligen Gesprächspartners anzupassen, situationsgemäß zwischen verschiedenen Sprachen zu wechseln und sich auch über Sprachen hinweg verständigen zu können. Sprachförderung im Kindergarten kann deshalb nicht unter Ausblendung dieses mehrsprachigen Kontexts stattfinden.

Die Förderung des Luxemburgischen muss die Förderung mehrsprachiger Kompetenzen nicht ausschließen, sondern lässt sich mit ihr vereinbaren. Dabei geht es in dem Fortbildungsmodul nicht darum, ein gezieltes Sprachförderprogramm vorzustellen und zu implementieren, sondern vielmehr darum, die eigene sprachliche Praxis stärker zu reflektieren und den lokalen Bedingungen entsprechend weiterzuentwickeln.

Welche Sprachförderpraktiken gibt es in unserer Einrichtung? Welche Rolle spielt die Mehrsprachigkeit dabei? Diese Reflexionen tragen auch zum Prozess der Konzeptentwicklung bei, indem die eigene Praxis im Umgang mit Sprache(n) bewusster gestaltet und adäquat repräsentiert werden kann.

Objectifs

  • Reflexion der eigenen Sprachförderpraxis
  • Anregungen zur Gestaltung des sprachlichen Alltags
  • Bewussterer Umgang mit Sprache(n) in der alltäglichen pädagogischen Praxis
  • Einbezug und Berücksichtigung der Mehrsprachigkeit

Méthode

  • Inputreferate
  • Diskussion von Beobachtungsbeispielen
  • Gruppenarbeit
  • Gemeinsame Videoauswertung
  • Moderierter Erfahrungsaustausch und Feedback

Anerkannt als Themenmodul der Fortbildungsreihe „Konzeptentwicklung in Strukturen der Bildung und Betreuung für 0-4-jährige Kinder“

 Référence UFOCOR
Carrières PE4 – PE7: 1b) sujet pédagogique ou éducatif
1c) réflexion

 

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