En détail

Der Raum ist neben den Gleichaltrigen und den Erwachsenen der dritte Pädagoge eines Kindes, durch den die Entwicklung und das Lernen maßgeblich mitbestimmt werden. Die Räumlichkeiten in Einrichtungen non-formaler Bildung sollen so eingerichtet sein, dass sie Kinder zur Selbstbestimmung, Eigeninitiative und Selbststeuerung befähigen. Funktionsräume erfüllen diesen Zweck, indem sie Kinder zum selbstbestimmten Lernen, zum Forschen und Experimentieren anregen und damit ihren individuellen Interessen und ihrer Neugier Rechnung tragen.
Raumgestaltung und Materialauswahl als Rahmenbedingungen non-formaler Einrichtungen verbinden Spielen und Lernen zu einem Prozess ganzheitlicher Bildung. Sie schaffen einen altersangemessenen sicheren Rahmen für Kinder, in dem die Entfaltung von Autonomie möglich wird. Die Themen von Funktionsräumen richten sich nach kindlichen Entwicklungsdimensionen und bestimmen die Art der Raumgestaltung und die Wahl des Spiel- und Lernmaterials. Der Funktionsraum ermöglicht es dem Erwachsenen, das kindliche Spiel zu begleiten und zu beobachten sowie ebenso die erforderlichen Impulse zu setzen, um neue Herausforderungen für Kinder anzubieten.

Ziele und zu erwerbende Kompetenzen
Ich verstehe den Funktionsraum als Arbeitsinstrument pädagogischer Praxis.
Ich kenne die zentralen Prinzipien und Kriterien für die Gestaltung eines Funktionsraums zur Anregung selbstgesteuerten Lernens.
Ich kenne die zentralen Themen und Leitbilder für die Schaffung unterschiedlicher Funktionsräume.
Ich beherrsche die Interpretation der individuellen Kompetenzentwicklung von Kindern mit Blick auf einzelne Funktionsräume.

Methoden
Begehung und Untersuchung von Funktionsräumen vor Ort.
Diskussion und Reflexion unterschiedlicher praktischer Fallbeispiele anhand von Bildmaterial.
Gegenseitiger Erfahrungsaustausch.
Vermittlung von Fachwissen.

Formation validée pour 7 heures par la commission formation continue (loi modifiée sur la jeunesse).