En détail

Erziehungsverantwortliche (Eltern, PädagogInnen, LehrerInnen u.a.) sind häufig mit ungewöhnlichen, destruktiven und auch gewalttätigen Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen konfrontiert. Nicht selten fühlen sie sich hilflos und ratlos. Die traditionellen Trainingskonzepte geraten ebenfalls im Umgang mit hocheskalierten Systemen an ihre Grenzen.
Seit 1999 ist das Konzept in Deutschland auf ein zunehmend größeres Interesse gestoßen. Gemeinsam mit Arist von Schlippe hat Haim Omer die „Neue Autorität » durch eine Vielzahl von Tagungen, Seminaren und Büchern bekannt gemacht.
In der Haltung geht es stets darum, eine Form von „Anwesenheit » und „Dasein » zu verwirklichen, die nicht (primär) auf Macht und Durchsetzung gegründet ist, sondern auf Beziehung und Kooperation – und die damit Bindung ermöglicht. Die aus dem Konzept hergeleiteten Interventionsmöglichkeiten zielen darauf ab, verlorengegangene Präsenz der Erziehungsverantwortlichen wiederherzustellen und damit auch verlorengegangene Bindungen zu erneuern oder neu aufzubauen.

Ziele und zu erwerbende Kompetenzen
Die TeilnehmerInnen im Seminar lernen folgende Aspekte kennen:
··die Grundhaltung des Gewaltlosen Widerstands in Pädagogik, Psychotherapie und Beratung,
·Prozesse von Eskalationsdynamik sowie die Entwicklung von negativen Abwertungssystemen,
·elterliche und pädagogische Präsenz,
·Haltungs- und die Handlungsaspekte (Einstellungen, Methoden und Möglichkeiten wie Ankündigung, Sit-In, Wiedergutmachungsgesten…).

Methoden
··Grundhaltung des Gewaltlosen Widerstandes
·Grundlagen der Neuen Autorität
·Entwicklung von negativen Abwertungssystemen
·für Prozesse von Gewalt und Macht gegenüber persönlicher Stärke
·eigener Präsenz, Verantwortungsübernahme und dem Mut zur Autorität
·Überblick über die Haltung und Handlung der Neuen Autorität

Im Seminar werden neben kürzeren Theorie-Inputs vor allem erfahrungsorientierte Übungen sowie Kleingruppeneinheiten und Partnereinheiten genutzt.