En détail

 

Schulungsbeschreibung:

Untersuchungsergebnisse der letzten Jahre weisen auf eine stetig wachsende Zahl an Kindern im Kindergartenalter hin, die Verhaltens- und Entwicklungsauffälligkeiten zeigen. Als am häufigsten vorkommende Probleme wurden dabei emotional-motivationale Auffälligkeiten sowie mangelnde soziale Kompetenzen genannt.

Beobachtungen von pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen bestätigen diesen Befund und verweisen zum einen auf erhöhte Zappeligkeit, Ablenkbarkeit und Impulsivität bis hin zu Formen aggressiven Verhaltens gegenüber Personen und Dingen sowie nach innen gerichtete Verhaltensweisen wie Trennungsängste, Kontaktvermeidung, Überängstlichkeit bis hin zu traumatischen Erfahrungen bei Kindern zwischen 2 und 6 Jahren.

Daraus ergeben sich für den Fortbildungszusammenhang folgende inhaltliche Schwerpunkte:

1.  „Eine Grube zum Wohnen …“ – Eine Kinderbucherzählung als Gesprächseinstieg

  1. „Ich empfinde ein Verhalten als auffällig, …“ – Drei Aussagen zur Selbstreflexion
  2. Der ganzheitliche Blick auf das Kind und sein soziales Umfeld;
    Eine Ursachenerkundung nach der Methode „Four corners“
  3. Pädagogische Orientierung und die Zusammenarbeit im Team;
    Arbeit an Problemsituationen – Präventive Aktivitäten und heilpädagogische Maß-
    nahmen
  4. Mit Eltern im Dialog …
    Vorbereitung und Gestaltung von Problemgesprächen mit Eltern
  5. „Wenn externe Hilfe notwendig wird …“
    Vermittlung von Hilfsangeboten psychosozialer Dienste

Im Fortbildungszusammenhang werden wir uns im Schwerpunkt mit dem sehr unterschiedlichen Erscheinungsbild an Verhaltensauffälligkeiten und ihren möglichen Ursachen auseinandersetzen, aber auch präventive pädagogische Ansätze überdenken und differenzieren.
Dabei spielen Prozesse der Selbstreflexion, die Gestaltung und Qualität von Teambe-
sprechungen, wie auch Formen des Elternkontaktes und der Elternberatung eine wichtige
Rolle.

 

 

Ziele und zu erwerbende Kompetenzen:

  • Reflexion und Ausprägung von Fähigkeiten wahrnehmenden Beobachtens;
  • Erprobung von Arbeitsmethoden und Präsentationsformen sowie deren Bewertung unter dem Aspekt des Erkenntnisgewinns (Kooperative Lernformen, Reframing,„Kommunikationsquadrat“/Schultz von Thun, Mindmap u.a.)
  • Wissensaktivierung und -erweiterung im Bereich Bindungsverhalten und Gefühlsentwicklung des Kindes in ihrer Bedeutung für Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit und Lernfähigkeit;
  • Verhaltensauffälligkeiten in ihren vielfältigen Erscheinungsformen kennenlernen, unterscheiden und ordnen sowie zwischen verschiedenen Definitionsvorgaben zum Begriff „Verhaltensauffälligkeit“ eine begründete Einschätzung treffen;
  • Fallbeispiele aus der eigenen Erfahrungspraxis beschreiben und in der Kleingruppe auf ihre Verhaltensgenese hin hinterfragen;
  • Grundkenntnisse über den „systemischen Ansatz“ erwerben und darüber Lösungsansätze für den eigenen Arbeitsbereich entwickeln;
  • Die Bedingungen einer „gewaltfreien Kommunikation“ (nach Rosenberg) durchdenken und in die Planung von Problemgesprächen u./o. Entwicklungsgesprächen mit Eltern einbeziehen;

 

 

 

KOENEN Marlies

Diplompädagogin, Expertin auf dem Gebiet der Sprachförderung, Referentin für die « Akademie Frühe Bildung »

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