En détail

Ein wesentlicher Aspekt der (frühen) Kindheit ist die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens und Selbstwerts sowie eines positiven Selbstbildes. Diese Herausforderung ist eng mit unterschiedlichen Gefühlen, Emotionen und deren Ausdrucksweisen verbunden. Es ist wesentlich, dass Kinder sowohl „positive » als auch „negative » Gefühle als Teil ihrer Selbst anerkennen und akzeptieren lernen. Dies ist die Voraussetzung um mit den Jahren eine gewisse Impulskontrolle zu erlangen und Emotionen auf „sozial verträgliche » Art auszudrücken, also auch zu regulieren.

Diese Entwicklungsaufgabe ist so basal, dass eigentlich jede Alltagssituation einen Baustein dieser Entwicklung darstellt: das Spiel, seinen Platz in der Kindergruppe finden, Konfrontationen mit Gleichaltrigen, aber auch Bereiche wie die Nahrungsaufnahme oder der Schlaf.

Um diese Aufgabe zu bewältigen, suchen sich Kinder Vorbilder. Dies können sowohl andere Kinder sein als auch Erwachsene. Gerade in der professionellen pädagogischen Arbeit ist es wichtig, dass sich alle Erwachsenen dieser Vorbildrolle bewusst sind. Doch das Bewusstsein alleine reicht noch nicht aus. Um Kinder angemessen, d.h. unter anderem respektvoll, in ihrem Heranwachsen zu begleiten ist es unabdingbar die Gefühlswelt und emotionale Lage von Kindern zu verstehen. Die Basis dieses Verständnisses ist gelebte Empathie, möglicher Perspektivenwechsel und eine sichere Bindung zwischen Kind und Bezugsperson.

Ziele und zu erwerbende Kompetenzen
Kenntnisse über die emotionale Welt von (Klein-) Kindern und deren typische Ausdrucksformen
Nachdenken über die eigene pädagogische Haltung (vor allem in Konfliktsituationen)
Perspektivenwechsel üben
Empathie zeigen können, auch bei scheinbar störendem/unangemessenem Verhalten
Stärkung der eigenen pädagogischen Kompetenz

Methoden
Theoretischer Input
Arbeiten mit Fallmaterial (aus der Literatur und von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen eingebrachte Fälle)
Gruppenarbeiten
Diskussion
Vertiefung durch Literatur

Formation validée pour 6 heures par la commission formation continue (loi modifiée sur la jeunesse).