Glossar

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  • ä

  • Ästhetik
    Altgriechisch „Wahrnehmung“, „Empfindung. Ästhetik bedeutet wörtlich: Lehre von der Wahrnehmung bzw. vom sinnlichen Anschauen. Ästhetisch ist demnach alles, was unsere Sinne bewegt, wenn wir es betrachten: Schönes, Hässliches, Angenehmes und Unangenehmes. Vgl.:(...)
  • a

  • Anthropomorphismus
    Anthropomorphismus (griech.) ist die Übertragung menschlicher Eigenschaften auf Nichtmenschliches. So werden Gott (lachen, zürnen, schlafen,…) oder auch Tieren(Bremer Stadtmusikkanten, Sendung mit der Maus, u.a.). menschliche Gefühle u. Verhaltensweisen zugeschrieben. Vgl.:(...)
  • Aufsuchende Jugendarbeit
    Aufsuchende Jugendarbeit bzw. Streetwork ist ein Methodenkonzept, das im Verständnis der mobilen Jugendarbeit einmal die örtliche und Gemeinwesen bezogene räumliche Verankerung braucht und zum anderen Jugendlichen etwas konkretes anzubieten hat, wie z.B.: Menschen, die für sie Zeit haben. Sie(...)
  • Autonomie
    Siehe Selbstbestimmung
  • b

  • Bildung
    Allgemein versteht man unter Bildung den dynamischen Prozess der Auseinandersetzung des Menschen mit sich selbst und seiner Umwelt. Bildung lässt sich nicht ausschließlich auf formale Prozesse (Schulen, Universitäten) beschränken. Sie findet sowohl dort, als auch im Alltag statt und umfasst(...)
  • Bildungsbiographie
    Die Bildungsbiographie vereint informelles, formelles sowie non-formelles Lernen.
  • c

  • Code mixing/ Code-Switching
    Hier wird der Vorgang bezeichnet, bei dem ein Sprecher innerhalb einer Äußerung oder innerhalb eines Textes bzw. Dialoges von einer Sprache in eine andere wechselt. Es wird auch Sprachwechsel, Kodewechsel oder Kode-Umschaltung genannt. Ein solcher Wechsel kann innerhalb eines Gespräches, eines(...)
  • d

  • Diversität/ Diversifikation
    Diversität bedeutet Vielfalt bzw. Verschiedenheit der nicht-veränderbaren Dinge (Geschlecht, Herkunft, Religion, sozialer Status, physische Fähigkeiten, Sprache, …). Chancenausgleich bei Aufrechterhaltung individueller Unterschiede ist eines der Kernpunkte der Pädagogik. Plößner, Melanie:(...)
  • e

  • Empathie
    Empathie ist die Fähigkeit zum Einfühlen und Nachempfinden der Erlebnisse und Gefühle anderer, durch sie kann man menschliche Beziehungen aufbauen und erhalten. Sie ist eine Voraussetzung für moralisches Handeln und wird bereits von Kleinkindern an den Tag gelegt. (...)
  • Empowerment
    Empowerment bezeichnet einen Handlungsansatz, der bei den Stärken und Kompetenzen der Betroffenen zur Lebensbewältigung ansetzt, und das besonders in Lebenssituationen, die von persönlichen und sozialen Schwächen gekennzeichnet sind. Dabei sollen die Menschen dazu ermutigt werden, ihre eigenen(...)
  • Entdeckendes Lernen
    Das konkrete Tun und das forschende Lernen stehen im Vordergrund non-formaler Bildung und weniger das Lernen von theoretischem Wissen. Nach dem Prinzip „Bildung ist Erkenntnis mit allen Sinnen“ werden neben der kognitiven die affektive und die praktische Dimension des Lernens betont. Es ist(...)
  • f

  • Fachkompetenz
    Fachkompetenz ist die Urteils- und Handlungsfähigkeit in unterschiedlichen Handlungsfeldern. Mit zunehmender Fachkompetenz können Kinder- und Jugendliche Problemlösestrategien entwickeln und eigene Entscheidungen treffen lernen. Leitlinien zur non-formalen Bildung im Kindes- und(...)
  • Freies Spiel
    Das Freispiel ist eine Methode der Tagesgestaltung in non-formalen Bildungseinrichtungen. Kindern wird in einer definierten Zeit und in einem bestimmten Raum - die Möglichkeit gegeben, Spiele frei zu entwickeln und zu gestalten. Vgl.. https://de.wikipedia.org/wiki/Freispiel_%28Methode%29.
  • Freiwilligkeit
    Die Teilnahme an den Aktivitäten und Projekten in Einrichtungen der non-formalen Bildung ist freiwillig. Während bei jüngeren Kindern die Eltern die Entscheidung treffen, ob sie das Angebot annehmen, spielt die Freiwilligkeit im Jugendbereich eine größere Rolle, da die Teilnahme maßgeblich von(...)
  • g

  • Ganzheitliche Bildung
    Im Sinne ganzheitlicher Bildung ist es wichtig, dass Bildungsprozesse, die im Laufe des Tages in formalen, non-formalen und informellen Settings stattfinden, aufeinander Bezug nehmen. So können Kinder und Jugendliche ihre individuellen Interessen freiwillig und selbstbestimmt erweitern und(...)
  • i

  • Individualkompetenz
    Die Individualkompetenz ist die Fähigkeit und die Bereitschaft zur Weiterentwicklung und Entfaltung der eigenen Begabungen und Potentiale. Sie beruht auf Selbstbewusstsein, Eigeninitiative und einem positiven Selbstkonzept. Individualkompetenzen können sein: Kontaktinitiative,(...)
  • Inklusion
    Inklusion bedeutet „Einschluss“ und geht von der Annahme aus, dass alle Menschen mit ihren individuellen Unterschieden, besonderen Bedürfnissen und Begabungen der „Normalität“ entsprechen. Inklusives Denken basiert auf der Wahrnehmung und Wertschätzung von Verschiedenartigkeit bei Kindern und(...)
  • Interaktion
    Interaktion bezeichnet die umfassende, nicht nur auf sprachlicher (Kommunikation) beruhende Wechselwirkung zwischen zwei oder mehreren Personen mit verhaltensbeeinflussender Wirkung. Um soziale Interaktion handelt es sich, wenn zwei oder mehrere Personen ein Gespräch miteinander führen, aber(...)
  • k

  • Körperwahrnehmung
    Körperwahrnehmung meint das Wahrnehmen des Körpers mit allen Sinnen. Die Auswirkungen einer guten Körperwahrnehmung sind vielfältig und betreffen den ganzen Menschen (der Mensch als Einheit von physischen, psychischen, sozialen und emotionalen Aspekten). Vgl.:(...)
  • Kompetenzentwicklung
    Der Kompetenzbegriff ist eigenständig und betont Fähigkeiten, Fertigkeiten und wissensbasierte Handlungen, und gehört damit zu den klassischen Bildungszielen in Pädagogik und Fachdidaktik. Vgl. : Quelle: http://lexikon.stangl.eu/14765/kompetenzentwicklung/© Online Lexikon für Psychologie(...)
  • l

  • Lernprozesse
    Lernprozesse sind Vorgänge des Lernens. Der Prozess, bei dem jemand durch Erfahrungen, Erleben usw. Einsichten gewinnt, Zusammenhänge begreift und daraus lernt. http://www.duden.de/rechtschreibung/Lernprozess
  • Literacy
    Literacy sind die Fähigkeiten des Lesens und Schreibens, sowie das Text- und Sinnverständnis, Erfahrungen mit der Lese- und Erzählkultur der jeweiligen Gesellschaft, Vertrautheit mit Literatur und anderen schriftbezogenen Medien (inkl. Internet) und Kompetenzen im Umgang mit der(...)
  • m

  • Metakompetenz
    Metakompetenz ist die Fähigkeit, den Entwicklungsstand der eigenen Kompetenzen und deren weiteren Entwicklungsbedarf einzuschätzen. Sie entwickelt sich mit zunehmender Reflexionsfähigkeit. Leitlinien zur non-formalen Bildung im Kindes- und Jugendalter. 2013, S. 9.
  • Methodenkompetenz
    Die Methodenkompetenz ist eng mit der Fachkompetenz verbunden und wird durch konkrete Inhalte erworben. Für jedes Handlungsfeld gelten spezifische Arbeitstechniken und Methoden als zweckmäßig und zielführend. Problemlösefähigkeiten, Reflexionsfähigkeit, vernetztes Denken und die(...)
  • Multilingualität/ Mehrsprachigkeit
    Die frühe Begegnung mit sprachlicher und kultureller Vielfalt in einem bewusst gestalteten pädagogischen Umfeld ist die Basis für ein gelingendes Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft. Der Erwerb weiterer Sprachen neben der Erst- bzw. Familiensprache ist auch für junge Kinder(...)
  • n

  • non-formale Bildung
    Bildungsarbeit, welche außerhalb des formalen Schulsystems organisiert ist, sich an ein definiertes Zielpublikum richtet und spezifische Bildungsziele verfolgt. Vgl.: Unesco (Jeunesse, éducation et action au seuil du siècle prochain et au-delà, Unesco 24 juillet 1998).
  • nonverbale Kommunikation
    Hierbei wird die Körpersprache als Kommunikation durch Zeichen oder Signale, Elemente des Verhaltens, der Erscheinung usw. angesehen. http://lexikon.stangl.eu/9461/nonverbale-kommunikation/© Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik
  • o

  • Offene Jugendarbeit
    Die Offene Jugendarbeit kann beschrieben werden als ein offenes, nicht fremdbestimmtes, freiwillig nutzbares Lern- und Erfahrungsfeld, in dem vielfältige situative Bildungsgelegenheiten für Jugendliche bereitgestellt werden. Vgl. : Leitlinien zur non-formalen Bildung im Kindes- und(...)
  • Offenheit
    Abhängig von der Gruppenzusammensetzung, dem Team, lokalen Gegebenheiten und konzeptuellen Überlegungen entscheidet die Struktur bzw. der Träger einer non-formalen Einrichtung über die konkrete Umsetzung der pädagogischen Ziele. Die Offenheit gegenüber den Kindern und Jugendlichen und deren(...)
  • p

  • Paraverbale Kommunikation
    Paraverbale Kommunikation ist die Botschaft, die auf jenem Anteil des Sprechens beruht, der die individuellen Eigenschaften des Sprechers bezüglich Stimmeigenschaften und Sprechverhalten zusammenfasst. Der Begriff bezeichnet somit das ganze Spektrum der Stimme, mit der Menschen eine Nachricht(...)
  • Partizipation
    Mitverantwortung und Mitbestimmung sind sowohl Zielsetzungen der Kinder- und Jugendarbeit als auch grundlegende methodische Prinzipien. Man kann sowohl unterschiedliche Partizipationsausprägungen, wie sporadische Mitwirkung, tatsächliche Mitwirkung oder Selbstbestimmung, als auch verschiedene(...)
  • Partnerschaftliches Lernen
    Gruppenerfahrungen sprechen soziale Fertigkeiten und Fähigkeiten an und führen zu einer Förderung in dem für die non-formale Bildung wesentlichen Bereich der Sozialkompetenz. Diese Schwerpunktsetzung der Kooperation und Teamarbeit bewirkt, dass non-formale Bildung als ein Lernen von anderen(...)
  • Peergruppe
    Peergroups sind Gruppen von etwa gleichaltrigen Kindern oder Jugendlichen. Vor allem im späten Kindesalter, in der Pubertät und im Jugendalter verstärkt sich der Einfluss der gleichaltrigen Freundinnen und Freunde. Diese Peergroups beeinflussen das Verhalten von Kindern und Jugendlichen und(...)
  • Pluralismus
    Unter Pluralismus versteht man die Koexistenz von verschiedenen Interessen und Lebensstilen in einer Gesellschaft. Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Pluralismus
  • Prozessorientierung
    Im Regelfall gibt es keinen bestimmten Abschluss, was das Erlernen von Wissen und Fertigkeiten anbelangt, sondern persönlichkeitsabhängig steht der Prozess in der non-formalen Bildung im Vordergrund. Kompetenzerwerb ist dabei nicht als Produkt zu verstehen: der individuelle Weg des Lernens,(...)
  • r

  • Resilienz
    Als Resilienz bezeichnet man die Fähigkeit zu Belastbarkeit und innerer Stärke. http://lexikon.stangl.eu/593/resilienz/© Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik
  • Responsivität
    Responsivität ist die Bereitschaft, auf Interaktions- und Kommunikationsversuche eines Kindes einzugehen. Als Responsivität bezeichnet man die Abstimmung von kindlichen Bedürfnissen und elterlichen Reaktionen. Hierzu gehören auch Anforderungen, also der elterliche Anspruch an(...)
  • Ressourcen
    Ressourcen sind Möglichkeiten und günstige Umstände der Lebensbewältigung. Sie lassen sich in persönliche, materielle, familiale und außerfamiliale (formale und persönliche) Ressourcen einteilen. Ressourcen können innere Potentiale eines Menschen sein und betreffen z. B. Fähigkeiten,(...)
  • s

  • Selbstbestimmung/ Autonomie
    Mit Autonomie bezeichnet man einen Zustand von Selbständigkeit, Entscheidungsfreiheit oder Selbstbestimmung. Kindliche Autonomie entwickelt sich im 2. bis 3. Lebensjahr. Die zunehmende Autonomieentwicklung des Kindes bedeutet die Manifestierung eines positiven Selbstkonzeptes bzw. einer(...)
  • Selbstverwirklichung
    Die Selbstverwirklichung ist ein Bedürfnis, das auftritt, wenn alle physischen und psychischen Grundbedürfnisse erfüllt sind und Selbstwertgefühl (self-esteem) erlangt wurde. Selbstverwirklichung ist demnach die Motivation, das eigene Potenzial zu verwirklichen bzw. der subjektive Wert, den(...)
  • Selbstwirksamkeit
    Selbstwirksamkeit ist die Überzeugung bezüglich der eigenen Fähigkeiten und bestimmt wie Menschen sich in einer konkreten Situation fühlen, denken, sich motivieren und auch handeln. Selbstwirksamkeit bezieht sich also auf die Überzeugung, dass man fähig ist, etwas zu erlernen oder eine(...)
  • Sensorische Integration
    Sensorische Integration bedeutet das sinnvolle Ordnen von Sinneserregungen im Gehirn, so dass der Mensch sich und seine Umwelt genau wahrnimmt, zu Lernprozessen fähig ist und auf Umweltgegebenheiten angemessen reagieren kann.“ Vgl.: Ayres, Jean (1998): Bausteine der kindlichen Entwicklung:(...)
  • Sozialkompetenz
    Sozialkompetenz umfasst Urteils- und Handlungsfähigkeit in vielfältigen sozialen Situationen. Sie basiert auf der Fähigkeit und Bereitschaft, anderen Personen empathisch und verantwortungsbewusst zu begegnen. Die Basis dafür ist die Fähigkeit zur konstruktiven Auseinandersetzung mit Regeln und(...)
  • Subjektorientierung
    Methoden und Zielsetzungen der non-formalen Bildung werden auf die jeweiligen Kinder und Jugendlichen abgestimmt und so weit als möglich an deren Bedürfnisse und Interessen angepasst. Vgl.: Leitlinien zur non-formalen Bildung im Kindes- und Jugendalter. 2013, S. 14.
  • t

  • Transitionsprozess
    Transition bedeutet Übergang. In non-formalen Bildungseinrichtungen kann dies die Eingewöhnung des Kindes in die Einrichtung sein, aber auch der Übergang einer solchen Einrichtung in die Schule oder eine weiterführende Schule. Vgl.: Leitlinien zur non-formalen Bildung im Kindes- und(...)