Bildung und Betreuung in der Natur - enfancejeunesse

Bildung und Betreuung in der Natur

Das Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend möchte die Betreuung von Kindern in der freien Natur fördern und weiter ausbauen und sich dabei auf bereits bestehende und bewährte Praktiken in Luxemburg stützen.
In diesem Zusammenhang wurden zwei Konsultationen mit Fachkräften aus der non-formalen Bildung organisiert, um ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Bedürfnisse zu erfassen.

Ziel war es, die Gegebenheiten vor Ort besser zu verstehen, um die Entwicklung der Bëschcrèchen in Luxemburg angemessen begleiten zu können.

Der Austausch machte deutlich, dass:

Erste Konsultation – Herausforderungen und Erfolgsfaktoren

Bei der ersten Zusammenkunft am 12. Februar 2025 teilten acht pädagogische Fachkräfte und Leitungen aus sechs Bëschcrèchen ihre Erfahrungen – von der Gründung ihrer Einrichtung bis zu ihrem pädagogischen Alltag in der Natur.

Zu den genannten Herausforderungen zählen die Suche nach geeigneten Geländen, die Rekrutierung und Qualifizierung des pädagogischen Personals sowie die Zusammenarbeit mit den Eltern.
Auch geeignete Unterstände im Wald oder in naturnahen Außenräumen bleiben ein zentrales Thema, selbst für bereits gut etablierte Einrichtungen.
Die Teilnehmenden stellten ihre innovativen und flexiblen pädagogischen Ansätze vor, bei denen das Wohlbefinden der Kinder im Mittelpunkt steht.

Aus der Konsultation ergaben sich folgende konkrete Denkanstöße:

Zweite Konsultation – Wachsende Nachfrage und Bedürfnisse der Praxis

Am 24. März 2025 kamen rund dreißig pädagogische Fachkräfte, die sich für das Konzept der Bëschcrèchen interessierten, zusammen. Sie tauschten sich über ihre Projekte, Erfahrungen und die Herausforderungen bei der Umsetzung von Bildung und Betreuung in der Natur aus.

Ziel dieser zweiten Konsultation war es, zu verstehen:

Eine Vielfalt an pädagogischen Praktiken:

Durch die Gespräche zeigte sich ein sehr vielfältiges Bild: Einige Einrichtungen verbringen bereits sehr viel Zeit mit den Kindern im Freien, andere möchten diesen Ansatz zukünftig noch stärker ausbauen.
Einige Einrichtungen zögern, sich als Bëschcrèche zu bezeichnen, da sie weiter vom Wald entfernt liegen und keine falschen Erwartungen bei den Eltern hervorrufen möchten.
Die pädagogischen Praktiken reichen von regelmäßigen Aufenthalten in der Natur bis hin zu gelegentlichen Ausflügen. Neben dem Wald werden häufig auch Felder, Wiesen oder Parkanlagen genutzt. Diese Vielfalt zeugt von einem starken Engagement im Bereich der Naturerfahrungen und Naturpädagogik.

Festgestellte Herausforderungen:

Die wichtigsten Verbesserungsvorschläge, die genannt wurden, waren:

Konkrete Denkanstöße:

Die Teilnehmenden formulierten mehrere konkrete Vorschläge zur Unterstützung der Weiterentwicklung der Bëschcrèchen:

Ausblick:

Ende Dezember wurde allen SEAJ ein Fragebogen zugeschickt. Mit diesem werden die bestehenden Praktiken, die Beziehung der Einrichtungen zur Natur sowie die umgesetzten Formen der Bildung und Betreuung in der Natur erhoben.

Zur Fortführung und Vertiefung dieser Dynamik wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet, mit dem Ziel, die Zusammenarbeit mit den betroffenen Fachkräften weiterzuführen und zu intensivieren.
Auf Grundlage der bestehenden und bewährten Praktiken sollen dabei strukturierende Elemente und Leitlinien erarbeitet werden, die den Bedürfnissen der Praxis gerecht werden.