Im Detail

Schulungsbeschreibung :

Kinder brauchen Geschichten, die sich ihnen in Bildern und über unterschiedliche sprachliche Darstellungsformen/Lesarten erschließen.

Bilder bieten Vorstellungen von eigenen und fremden Erfahrungen. Vertrautes wird bestätigt; Ungewöhnliches wird anschaulich, fassbar, konkret, sowohl im Blick auf die Bildgestaltung als auch bezogen auf den Erzählinhalt. Sehen in diesem Sinne hilft, „sich einen Begriff von den Dingen zu machen“.

In der Verbindung von Bild und Text gewinnen Kinder wichtige Orientierungen, das, was sie erleben, zu ordnen und zu verstehen, wie auch eine starke Motivation für das eigene Lesen und Schreiben lernen.

Im Rahmen der einzelnen Fortbildungsmodule werden wir uns mit folgenden Themenschwerpunkten im Zusammenhang praxisbezogener Anregungsbeispiele auseinandersetzen:

  • Sehen heißt Verstehen … Aspekte eines „verlangsamten Sehens“ bei der Betrachtung von Bildern kennenlernen und auf seine Übertragungsansätze hin bedenken;
  • Kriterien für die Auswahl von Bilderbüchern vor dem Hintergrund unterschiedlicher didaktischer Zielsetzungen erarbeiten und in der Kita-Arbeit nutzen;
  • Neugierig auf Geschichten – Über das Vorlesen beim Kind Handlungserwartungen, sinnliches Erleben und inhaltliche Verknüpfungen mit eigenen Erfahrungssituationen fördern und vertiefen;
  • Dialogisches Erzählen – Neue Wege der Sprachförderung vorstellen und in der Kleingruppe erproben und ggf. modifizieren;
  •  „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tanzen sie noch heute …“ Wie Geschichten im Alltag der Kinder lebendig bleiben bzw. wie wir die Kinder dazu anregen können;
  • „Sage mir ein rotes Wort …“ Unterschiedliche Texte und ihre Lesarten ‚entdecken‘ und das bestehende Repertoire an handlungs- sowie produktionsorientierten Gestaltungen für die Arbeit mit Kindern erweitern und erproben;
  •  Was Eltern wissen sollten … wonach Eltern fragen – Vorlesen als Thema der Elternarbeit – Überlegungen und Planungshilfen;

Ziele und zu erwerbende Kompetenzen :

  • Didaktische Hilfsmittel (wie Erzählrahmen, Gitterfenster, Zauberlupe, Würfelkärtchen u. Ä.) kennenlernen und ihre Wirkung auf die Kindergruppe bei der Bilderschließung reflektieren;
  • Wechselnde Frageformen zu Bild und Text entwickeln und sie im Hinblick auf die Förderung bildungssprachlicher Ausdrucksformen beim Kind durchdenken;
  • Präsentation von Arbeitsabläufen und -ergebnissen im Plenum sowie zusammenfassende Erläuterung des Erkenntnisgewinns;
  • Bilderbücher als Bildungsangebot hinsichtlich der ‚Sprache der Bilder‘ und der ‚Sprache des Textes‘ analysieren und die Ergebnisse in einem Kriterienkatalog zusammenfassen (Partner- und Kleingruppenarbeit); 
  • Strategien und Ziele des ‚Dialogischen Erzählens und Lesens‘ kennenlernen und gemeinsam mit einem Partner/einer Partnerin an Bildsequenzen erproben; eine Abgrenzung gegenüber dem klassischen Vorlesen treffen;
  • Visualisierungs- und Strukturierungshilfen erarbeiten, die ein freies Erzählen mit Kindern ermöglichen;
  • Das Thema „Vorlesen“ über vielfältige Anregungsbeispiele als wichtigen Bildungsbereich des Kindes für die Elternarbeit erschließen.

Marlies Koenen

Diplompädagogin, Expertin auf dem Gebiet der Sprachförderung, Referentin für die „Akademie Frühe Bildung

Anmelden