Im Detail

Für die Fachkräfte in der Jugendarbeit stellen die sich ändernden Lebenswelten eine Herausforderung für die bedürfnisorientierte Gestaltung pädagogischer Schwerpunkte und Angebotsformen dar.

Um den Interessen der Jugendlichen zwischen Chillen und dem „verborgenen“ Wunsch nach Selbstorganisation Rechnung zu tragen, kann es für die Fachkräfte hilfreich sein, ab und zu einen Perspektivwechsel zur alltäglichen (routinierten) Arbeit und dem Verhalten Jugendlicher vorzunehmen. Um herauszufinden, wie Jugendliche „ticken“, braucht es das Wissen über Ergebnisse der Hirnforschung Jugendlicher, deren biologische Entwicklung sowie den Erkenntnissen aus der Entwicklungspsychologie über Reifungsprozesse in der Adoleszenz.

Im Verlauf Ihrer Entwicklung zu erwachsenen, reifen Mitbürgern brauchen junge Menschen neben Peergroups die Begleitung der Erwachsenen für die Identitätsbildung, Selbstpositionierung und Verselbstständigung. Somit ist Jugendarbeit ein unentbehrlicher Bestandteil der sozialen Infrastruktur, weil sie über Potentiale verfügt, die jungen Menschen in diesen Kernherausforderungen zu unterstützen.

Der moderne Praxisalltag erfordert von den Fachkräften die Aktualisierung der Konzepte durch die Auseinandersetzung mit Beteiligungsformen Jugendlicher, die Überprüfung der eigenen Haltung gegenüber Jugendlichen und den vorgegebenen Strukturen und Erwartungen des Trägers. Die Konsequenz von Reflexion ist eine immerwährende Neujustierung/Weiterentwicklung adäquater und partizipativer Angebote für Jugendliche in der Jugendarbeit.

Ziele der Fortbildung:

·         – Vermittlung wissenschaftlicher Informationen, wie Jugendliche „ticken“

           – Reflexion der aktuellen Veränderungen in der Praxis der Jugendarbeit

·         – Entwicklung angepasster Ziele und Handlungsschritte für veränderte partizipative Inhalte/Angebote

Inhalte:

·         – Hirnforschungs- und entwicklungspsychologische Aspekte Jugendlicher

·         – Praxisorientierte unterstützende Aspekte der Identitätsbildung im Jugendalter

·         – Reflexion der aktuellen pädagogischen Praxis im Kontext veränderter Lebenswelt Jugendlicher

·         – Beispiele für erprobte und gelungene partizipative Methoden und Angebotsformen

·         – Anleitung für Ziele und Handlungsschritte partizipativer Bildungsangebote

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