Im Detail

Inklusion und Partizipation in KindertageseinrichtungenObjectifs

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • vertiefen ihre fachlichen Kenntnisse in den Bereichen Inklusion und Partizipation
  • entwickeln eine Sensibilität und Reflexionsfähigkeit für den praktischen Umgang mit der Verschiedenheit von Kindern und ihren Partizipationsbedürfnissen
  • lernen, Partizipation und Inklusion entsprechend des Nationalen Rahmenplans für die non-formale Bildung sowie im Kontext der organisationalen Rahmenbedingungen und pädagogischen Ausrichtung der täglichen Praxis vor Ort umzusetzen
  • setzen sich mit Instrumenten und Praktiken auseinander, die es Ihnen ermöglichen, das Alltagsgeschehen in ihrer Struktur systematisch unter dem Gesichtspunkt (potentieller oder bereits vorhandener) Einflussmöglichkeiten und Exklusionsmomente von Kindern zu betrachten
  • entwickeln Strategien für eine nachhaltige inklusive und partizipative Alltagsgestaltung.

Points forts

Im nationalen Rahmenplan für die non-formale Bildung verbindet sich mit den Schlagworten Inklusion und Partizipation der Anspruch, allen Kindern unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten und Voraussetzungen Teilhabemöglichkeiten am alltäglichen Geschehen in den Kindertageseinrichtungen zu eröffnen. Inklusion und Partizipation stellen dabei keine Methoden oder Projekte dar, sondern markieren eine Grundhaltung gegenüber dem Zusammenleben in der Kindertageseinrichtung, mit der die zentralen Ziele und Prinzipien der non-formalen Bildung gelebt und zum Ausdruck gebracht werden sollen. Kinder unterscheiden sich jedoch nach Alter, Geschlecht, sozialer und/oder kultureller Herkunft, nach ihrer Herkunftssprache(n), sowie nach ihren körperlichen und geistigen Voraussetzungen und bringen so unterschiedliche Bedürfnisse, aber auch unterschiedliche Fähigkeiten zur Beteiligung mit in die Kindertageseinrichtung ein. Allen diesen Kindern gleichberechtigte Teilhabemöglichkeiten und optimale Bildungschancen zu bieten, ist daher eine der größten Herausforderungen pädagogischen Handelns. Zugleich sind Partizipation und Inklusion als Prinzipien auch von zentraler Bedeutung für die Zusammenarbeit im Team, mit den Eltern sowie die Vernetzung im Sozialraum.

Genauso vielfältig und vielschichtig wie die Begriffe Partizipation und Inklusion selbst sind auch die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Verwirklichung damit verbundener Ansprüche im pädagogischen Alltag. Wie man sich der Umsetzung solcher Ansprüche nähern kann, ist Thema dieser praxisorientierten Fortbildung. In deren Mittelpunkt steht neben fachlichen Inputs zur Thematik vor allem die lösungsorientierte Analyse von konkreten Fällen und Situationen aus dem Berufsalltag der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie auch die auf die konkreten Bedingungen vor Ort bezogene Erarbeitung inklusiv und partizipativ ausgerichteter Elemente der Alltagsgestaltung.

Inklusion und Partizipation werden im Kontext der Fortbildung als transversale Prinzipien des nationalen Rahmenplans für die non-formale Bildung aufgegriffen. In diesem Sinne kommt ihnen eine leitbildhafte Orientierungsfunktion zu, gleichzeitig stellen sie eine zentrale Zielvorgabe und Herausforderung für die alltägliche Ausgestaltung der pädagogischen Praxis dar.

Dabei rückt die Fortbildung die folgenden Gesichtspunkte in den Vordergrund:

  • Überblickswissen

Die Themen Inklusion und Partizipation im Nationalen Rahmenplan für die non-formale Bildung.

Praxis und strukturelle Bedingungen von Inklusion und Partizipation in Luxemburg: Stand der Dinge im internationalen Vergleich.

  • Inklusion und Verschiedenheit

Was meinen wir eigentlich, wenn wir von Verschiedenheit sprechen?

Sind alle Differenzen gleich wichtig?

Wie mit Verschiedenheit (Vorurteilen und Diskriminierung) im Alltag umgehen?

  • Partizipation und pädagogische Haltung

Was ist Partizipation und warum ist Partizipation in der "SEA" wichtig?

Welche Vorstellungen an die Rolle des Pädagogen sind damit verbunden, welches Bild vom Kind hängt damit zusammen?

Welche Haltung habe ich zur Partizipation im SEA-Alltag? Wo sehe ich Ihre Grenzen?

Wo liegen Spannungsfelder der Partizipation?

  • Inklusion und Partizipation im Alltag

Praktiken und Instrumente zur Realisierung eines inklusiven und partizipativen Alltags –

Systematischer Blick auf den eigenen Alltag: Wo liegen Potenziale für Inklusion und Partizipation?

Blick über den Tellerrand: Wie realisieren andere Einrichtungen im In- und Ausland Inklusion und Partizipation?

Matériel

inklusive Kaffeepausen, ohne Mittagsessen.

Bitte mitbringen:

Nationaler Rahmenplan – Leitlinien zur non-formalen Bildung im Kindes- und Jugendalter.

Szenen oder Videosequenzen, Fotos etc. aus dem eigenen SEA-Alltag.

Validation no.2018_06_ANB_51/10/PL/INCL

anerkannte Fortbildung für die mehrsprachige Bildung und die Inklusion

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