Im Detail

 

Kinder fühlen sich dann wohl, sicher und geborgen, wenn sie spüren, dass ihre wichtigsten erwachsenen Bezugspersonen miteinander in Verbindung stehen. Dabei geht es vor allem um eine lebendige, authentische und respektvolle Beziehung miteinander.

Die Beziehung zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften unterliegt derzeit einem großen Wandel. Heute messen wir der Zusammenarbeit zwischen Eltern und ErzieherInnen einen hohen Stellenwert bei. Eltern wollen mitsprechen, sie wollen mitgestalten und sie wünschen sich, dass die individuelle Situation ihrer Familie mehr Beachtung findet. Pädagogische Fachkräfte wiederum können ein Kind besser verstehen und auf seinem Weg hilfreich begleiten, wenn sie die familiäre Lebenswelt des Kindes kennen.

Eine gute Zusammenarbeit, in der sich die Kompetenzen der Eltern, als Experten und Expertinnen ihres Kindes und die Kompetenzen der Erzieher und Erzieherinnen, als Fachpersonal, sinnvoll ergänzen, ist eine wichtige Grundlage für eine hochwertige pädagogische Arbeit. Familie und Bildungs- und Betreuungseinrichtung sind gemeinsam für das Wohl von Kindern verantwortlich. Eltern sind somit zentrale Kooperationspartner und -partnerinnen der pädagogischen Fachkräfte.

 

PROGRAMM

 

  • 08.15 : Empfang
  • 09.00 : Eröffnung
  • 09.30 : Wertschätzende Zusammenarbeit mit Eltern … und was dies in der Praxis bedeutet * (Prof. Dr. Sabine Hebenstreit-Müller)
  • 10.10 : Praktisches Beispiel
  • 10.25 : Pause und Standbesichtigung
  • 11.00 : Einbeziehung der Eltern und Qualität der frühkindlichen Bildung ** (Dr. Sylvie Rayna)
  • 11.40 : Praktische Beispiele / Présentation d’exemples de la pratique
  • 12.15 : Diskussionsrunde
  • 12.45 : Film
  • 13.00 : Schluss

 

* Präsentation auf Deutsch. Simultanübersetzung auf Französisch.

** Präsentation auf Französisch. Simultanübersetzung auf Deutsch.

 

REFERENTEN

 

  • Prof. Dr. Sabine Hebenstreit-Müller, Honorarprofessorin an der Universität Halle-Wittenberg

Von 1999 bis 2017 war Sabine Hebenstreit-Müller Direktorin des Pestalozzi-Fröbel-Hauses Berlin, einem Träger von psychosozialen und pädagogischen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie von Ausbildungsstätten für ErzieherInnen. Im Jahr 2000 wurde im Pestalozzi-Fröbel-Haus unter Federführung von Sabine Hebenstreit-Müller das „Early-Excellence-Konzept“ eingeführt und seitdem laufend weiter entwickelt. Zu Beginn ließ sich das PFH dabei von Erfahrungen aus einer Kooperation mit dem englischen „Pen Green Centre“ im englischen Corby inspirieren.

 

  • Dr. Sylvie Rayna, Maître de conférences (MCF) – AXE B

Sylvie RAYNA, Doktorandin für Psychologie (EHESS), ist Dozentin für Erziehungswissenschaften am französischen Institut für Erziehungswissenschaften (IFE-ENS Lyon) und am Forschungszentrum EXPERICE der Pariser Universität Paris 13.

Als Psychologin in der frühkindlichen Bildung forscht sie in verschiedenen internationalen Netzwerken und mit Fachleuten aus der frühen Kindheit. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen zur Qualität der frühkindlichen Bildung und Koedukation.